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Sulmtaler Hobbyzucht

Zwergsulmtaler


LSO081nAb 1953 befasste sich Hans-Joachim Webers aus Iserhagen in Deutschland mit der Verzwergung der Sulmtaler. Die sogenannten Zwerg-Sulmtaler sind eine deutsche Kreation. Für ihre Zucht ist der deutsche Sonderverein der Zwerg-Sulmtaler-Züchter verantwortlich.

Als Mutter aller Zwerg-Sulmtaler wurde von Webers eine kleinwüchsige Althenne der Großrasse auserkoren. Um ihre Kleinheit und auch den Masthuhntyp zu festigen, verpaarte er sie mit einem goldhalsigen Altenglischen Zwerg-Kämpfer-Hahn.

Einige Jahre später zum Zeitpunkt der Anerkennung durch den deutschen Zuchtausschuss im Jahr 1956 konnte Webers seine gold-weizenfarbigen Altenglischen Zwerg-Kämpfer mit Schopf, genannt Zwerg-Sulmtaler, einheitlich präsentieren. Durch die folgende Verpaarung mit Zwergformen anderer mitteleuropäischer Landhuhnrassen (Zwerg-Welsumer) und auch der Deutschen Zwerg-Lachshühner (die Verzwergung einer asiatischen Hühnerrasse) wurde die Tiere mittlerweile auf den heitigen Zuchtstand gebracht. 

Da bei den Zwerghuhnrassen eine wirtschaftliche Verwertung des Fleisches nicht im Vordergrund steht, ist auch das Fehlen des bei der Großrasse bekannten zarten Fleisches zu tolerieren.

Zwergaltsteirer

AZwbr HahnBereits im Jahr 1954 begann Heinrich Knöll aus Klein-Umstadt in Deutschland mit der Verzwergung der Altsteirer. Die Zwerg-Altsteirerwildbraun sind daher wie die weissen eine deutsche Rasse, für deren Zucht der deutsche Sonderverein der Altsteirer-, Sulmtaler- und Zwerg-Züchter verantwortlich zeichnet.

Als Ausgangstiere dienten Heinrich Knöll kleinwüchsige Altsteirerhennen und ein Zwerg-Welsumer-Hahn.

In der Folge kreuzte er auch Deutsche Zwerghühner ein.

Bis zur Anerkennung durch den deutschen Zuchtausschuss im Jahre 1961 hatte Knöll einen beschwerlichen Weg zu beschreiten. Die entscheidende Verbesserung konnte erst durch Einkreuzung von rassigen Hennen der Großrasse erreicht werden.

Auch die Zwerg-Altsteier weiss hat Heinrich Knöll 1987 zur Anerkennung gebracht. Wie teilweise auch bei den großen Altsteirern weiss wäre die korrektere Bezeichnung abgesehen von der Beinfarbe eher "weisse Leghorn mit Schopf".

Einige andere Farbenschläge der "Zwerg-Altsteirer" sind bereits "in Bearbeitung". Da es sich bei diesen Tieren um reine Sportrassen handelt, werden Typ und Fleischqualität nicht beachtet.

SS Münster 2011

Sonderschau in Münster am 08. und 09. Oktober 2011

Zur SS der Zwerg-Altsteirer anlässlich der 47. Westdeutschen Junggeflügel-schau/83. Deutsche Zwerghuhnschau, die vorerst letztmalig auf der Messe im westfälischen Münster ausgerichtet wurde, waren 38 Tiere in den Farbenschlägen wildbraun sowie weiß gemeldet und auch vollzählig erschienen.

Den Zwerg-Landhuhntyp in mittlerer Größe vermittelten nahezu alle 9 wildbraunen Zwerghähne. Einen reichlich gestreckten Rücken nannte der 1. Hahn (hv 96) sein Eigen. An dieses Maß folgend wurde bei einigen Hähnen diesbezüglich Wünsche niedergeschreiben. Diese zeitige Schau dürfte noch manchmal eine vollere Unterbrust verleidet haben. Einzelne Wünsche waren Kehllappen geschlossener, Nackengefieder ausgereiter, mehr braunrot im Halsbehang, Besichelung ausgereifter mit mehr Grünglanz in denselben. Dem Zuchtziel, die Kammzackenanzahl wie bei den "Großen" gefordert auf 6 Zacken zu kommen, ist man ein Stück näher gekommen. Tiere in beiden Geschlechtern mit 4-5 Zacken dürften nun bald der Vergangenheit angehören. Ein Hand mit kurzen Körper und niedrigen Stand erreichte nur g-Ränge.

Die formlichen Wünsche bei den Hähnen widerspiegelten sich anteiligauch bei den 16 wildbraunen Hennen. Auf die Ausgereiftheit des Steuergefieders und die Ausbildung des Kammwickels machte sich bei einigen Hennen der frühe Schautermin bemerkbar. Wenige Hennen durften im Stand noch freier sowie der auf dem Rücken befindliche Nerv deutlicher sein. Einzeln wurde die Ohrscheibenfarbe reiner weiß, der Halsbehang satter goldbraun, der Schwanzwinkel markanter gewünscht und auf einschlchedenden Flitter hingewiesen. Grobe Rieselung führte zur g-Benotung. Dem Hennchen in Nr. 7209 verleideten rechtsseitig nicht ganz ausgereifte Schwanzdeckfedern die Höchstnote.

Die geforderte Körperlänge, reichlich Schenkelfreiheit sowie reine fleischfarbene Läufe wiesen die hier angetretenen weißen Zw.-Altsteirer-Hähne auf. Einige male durfte die Unterbrust noch gefüllter, der Kammansatz fester sowie die Schwingen so rein (vom Schmutz) wie das übrige Gefieder sein. Einzeln wurde Kritik zu mehr Halslänge, einem strafferen Halsgefieder, einer ausgerundeter Besichelung sowie auf beidseits 10 Handschwingen in das mittlere Kartenfeld eingetragen. Kaum sichtbare Schenkel brachten die g-Noten ein.

Stattliche Rückenlänge, einen stumpfen Schwanzwinkel, sichtbare Schenkel, einen federreichen Schopf, reines Gefiederweiß sowie wie die geforderte Lauffarbe nannten alle 6 weißen Hennchen ihr Eigen. Eine apartere Brust konnten sich einzelne Tiere in diesem Geschlecht noch zulegen. Die geforderten steirertypischen Kammpunkte (am Kammansatz mit einer Quetschfalte beginnend; nach hinten ansteigender, feingezackter Einfachkamm mit kurzer Fahne) gaben mehrmals Anlass zur Kritik. Im Stand freier, mehr Gesichtsblüte und fester im Aufbau des Steuergefieders bildeten hier im Einzelnen die Wünsche. 

Bewegende Fahrzeuge zu Aufbauarbeiten der Industrieaussteller während der Bewertung beunruhigten die am Halleneingang befindlichen Tiere.

Franz Ries, 05. Dezember 2011

 

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